ABOUT INVESTMENT PIECES // HOW TO TAKE GOOD CARE OF THEM & HOW TO SELL THEM

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Ihr alle kennt es: Manchmal setzt unser Verstand so dermaßen aus, dass wir uns in ein Teil verlieben, das so viel kostet wie unsere Monatsmiete oder eine Woche Urlaub auf Mallorca. Die Diskussionen darum, ob all diese Käufe wirklich nötig sind, sind endlos. Mode ist einfach ein teures Hobby. Und andere Dinge im Leben zählen natürlich viel mehr, aber ich denke, dass ich hier nicht mehr lang und breit erklären muss, warum ich das ein oder andere Stück gerne besitzen und tragen möchte. Da ich jedoch häufig gefragt werde: wo ich meine Schnapper mache, wie ich sie mir leisten kann und vor allem wie ich sie pflege, werde ich diesem Thema heute einen Post widmen. Außerdem verrate ich Euch, wie man früher geliebte Schätzchen auch wieder gut verkaufen kann….

IS THE TIME RIGHT?

Kaufe nie etwas, das über Deinem Limit liegt! Kreditkarten sind verlockend, aber wenn Du danach nicht mehr deine Fixkosten zahlen kannst oder mehrere Monate Toast mit Ketchup essen oder auf Kino, ausgehen und Urlaub verzichten musst, um den Kredit abzuzahlen, dann lohnt es sich nicht! Besser ist, wenn Du jeden Monat einen Beitrag zur Seite oder auf ein anderes Konto legst und dann Dein Traumteil mit Deiner EC-Karte oder in Bar bezahlen kannst. Das fühlt sich so viel besser und richtiger an und verdeutlicht Dir noch mal, wieviel Geld Dir Dein begehrtes Stück wirklich Wert ist. Ich habe natürlich auch schon mal den Fehler gemacht und etwas mit meiner Kreditkarte bezahlt, obwohl der Kauf in diesem Monat gar nicht drin gewesen wäre, aber ich habe mich nach dem kurzen Glücksgefühl schon so schlecht und schuldig gefühlt, dass ich am liebsten direkt wieder in den Laden gegangen wäre, um das Stück zurückzugeben. Und das sollte wirklich nicht sein! (Mal abgesehen davon, dass ich heute auch eine Familie zu ernähren habe und mir solche Pannen überhaupt nicht genehmigen darf.) Das Tragen macht dann einfach keinen Spaß, wenn es von Schuldgefühlen überschattet wird. Wenn es doch passiert ist, und das Gefühl einen nicht loslässt, einen Fehler gemacht zu haben, dann tauscht das Teil im Laden zurück. Oft gibt es jedoch nur Wertgutscheine für den Laden – seid Euch dessen also vorher bewusst.

Bevor Ihr etwas kaufen wollt, fragt Euch, ob Ihr es wirklich braucht. Passt es zu Eurem Stil, Eurer Garderobe? Wird es Euch für Jahre begleiten? Wie häufig werdet Ihr das gute Stück womöglich tragen?

Liebt Ihr die Tasche, den Pulli oder die Schuhe wirklich oder findet Ihr sie nur an anderen Frauen schön? Ich zum Beispiel finde die Chloé Faye Bag an Nike und Jessie knallermäßig, würde sie mir aber nie kaufen. Und genauso geht es mir oft auch mit anderen Teilen, die ich toll finde, aber wirklich nicht haben muss bzw. die gar nicht zu meiner Garderobe oder meinem Lifestyle passen. Die Sac de Jour von Saint Laurent ist großartig und ich schmachte sie jedes Mal an Katja an, aber für mich ist sie mit Kind leider doch ganz schön schwer.

Investiert Euer hart erspartes Geld lieber in zeitlose Klassiker, als in Trend Pieces. Auch wenn die Furry Gucci Loafers bestimmt gemütlich und verlockend sind, wahrscheinlich sind sie schon in zwei Monaten wieder albern und nur noch als Hausschuh zu gebrauchen. Was ich meine: überlegt, ob Ihr nicht doch lieber beim schlichten Modell bleibt oder besonders trendy items lieber in den High Street Ketten kauft.

LIFE IS TOO SHORT, BUY THE BAG!

Wenn Ihr Euch schließlich für das Teil Eurer Träume entschieden habt und es unbedingt kaufen wollt, dann solltet Ihr schon mal anfangen, zu sparen. Bevor Ihr dann aber in den nächst besten Store rennt, solltet Ihr vorher mal schauen, ob das Stück auch auf Shopping-Plattformen wie Rebelle, die Designerstücke aus zweiter Hand anbieten, zu finden ist. Die meisten Schätzchen sind nur wenige Male getragen und in fast neuem Zustand und viel günstiger als im Store. Ich habe auf diesem Weg schon viele schöne Teile, wie mein Chanel WOC, den Joseph Mantel, Isabel Marant Kleider und Mäntel, Céline Loafer usw. gefunden.

Wenn Ihr Euer Lieblingsteil – egal ob es ein Mantel, Armband, Kleid, eine Tasche oder ein Paar Schuhe sind – nun endlich Euer eigen nennen dürft, dann tragt es auch und zwar mit Freude! Es bringt nichts, wenn die schöne Chanel Bag im Staubbeutel im Kleiderschrank versauert. Dieses Leben hat sie nicht verdient.

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CARE TIPS

Dennoch muss sich häufiges Tragen und eine angemessene Pflege nicht ausschließen. Ich bin wahrlich niemand, der seinen Handtaschenhalter im Café rausholt, um seine Tasche am Tisch zu befestigen, aber ich stelle meine teuren Taschen zum Beispiel in der Ubahn nicht auf den Boden. Ich bewahre außerdem meine Handtaschen- und Schuhmodelle, die ich in einer Saison weniger trage, alle in passenden Staubbeuteln (ggf. auch in der Originalbox) im Kleiderschrank oder in unserer Schuhtruhe auf. Die Taschen, die ich ständig trage, hängen bei mir an einer Leiter im Schlafzimmer, in einer Höhe, an die Luca nicht herankommt. Da habe ich leider schon ein paar böse Überraschungen erlebt, deshalb lasse ich sie mit wertvollen Stücken nicht unbedingt allein.

Wenn sich doch mal ein Kratzer im dunklen Leder zeigt, dann verwende ich ein klein wenig Babycreme oder andere reichhaltige Creme, um das Leder wieder zu glätten. Bei mir hat das bisher super und rückstandslos funktioniert. Wenn ihr das nachmachen wollt, dann übernehme ich aber keine Garantie – probiert es zunächst mal an einer unauffälligen Stelle. Bei hartnäckigeren Fällen, würde ich die Tasche zu einer guten Lederrepartur geben. Zebra auf der Torstrasse ist eine gute Adresse in Berlin.

Schuhe lasse ich außerdem regelmäßig besohlen – viele meiner Lederschuhe haben reine Ledersohlen, die ich sofort nach dem Kauf zum Schuster bringe. Eine ganz dünne Gummisohle schützt sie vor Regen und macht sie außerdem weniger rutschig. Kleidung bewahre ich natürlich normal im Kleiderschrank auf, aber es gibt empfindlichere Stücke aus Seide, Leder oder Kaschmir, die ich gesondert in Kleidersäcke stecke, um sie vor Kratzern oder Rissen zu schützen. Letztens erst habe ich nicht aufgepasst und habe mein Lieblingsteil von Totême aus dem Schrank gezogen und bin an den Schanieren der Tür hängengeblieben. Das T-Shirt hat nun etliche gezogene Fäden und ein Loch – ich bin immer noch wahnsinnig traurig!

Auf Reisen packe ich übrigens meine kleinen, wertvollen Taschen und Schmuck immer im Staubbeutel ins Handgepäck. Die Schuhe müssen aufgrund der Größe leider in den Koffer, aber ich stopfe diese mit Socken aus. Das schützt sie und spart außerdem noch Platz.

LOVE IS OVER? SELL IT

Sollte die große Liebe doch irgendwann erloschen sein, dann traut Euch, das Teil auch wieder zu verkaufen. Es findet sich immer jemand, der noch genau danach gesucht hat und den ihr damit glücklich machen könnt.

Und das geht ziemlich einfach:

Überlegt Euch, welche Designerteile Ihr aus Eurem Kleiderschrank gerne weggeben wollt. Sind sie noch sehr gut erhalten (das heißt, sie haben keine Flecken, Löcher oder schlechten Gerüche) und sind original, dann gibt es zwei Möglichkeiten sie zum Beispiel bei Rebelle.de zu verkaufen.

Die schnellste Möglichkeit ist das Einstellen mithilfe des Concierge Service. Damit habt Ihr so gut wie keine Arbeit. Ihr müsst die Sachen nur an Rebelle verschicken (portofrei) und dann werden professionelle Artikelbeschreibungen und Fotos erstellt. Die Artikel werden bis zum endgültigen Verkauf eingelagert und Ihr bekommt nach dem Verkauf Eure Verkaufsprovision abzüglich 15,- EUR pro Artikel Concierge-Gebühr auf Euer Konto ausgezahlt.

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Ihr könnt Eure Designerartikel aber auch selbst verkaufen. Dazu müsst Ihr eigene Fotos schießen und hochladen, Artikelbeschreibungen machen und den Artikel nach dem Verkauf direkt an Rebelle verschicken. Dann fällt für Euch nur die Verkaufsprovision an.

Ich hatte Glück und war vor zwei Wochen bei dem Rebelle x Anita Hass Event in Hamburg, wo man kostenlos seine Designerschätzchen abgeben und einstellen lassen konnte. Als Welcome-Dankeschön gab es sogar noch einen 50 Euro-Gutschein obendrauf, den ich natürlich gleich vor Ort eingelöst habe.

Hier könnt Ihr außerdem nachlesen, welche Designer verkauft werden und mit einem Provisionrechner schauen, wie hoch der Verkaufserlös Euer Teile ist.

Na dann Happy Shopping und Re-selling! Einen Teil meiner aussortierten Schätzchen könnt Ihr übrigens nun auf Rebelle.de shoppen. Denn meine Devise ist ja immer, ein Teil kommt, mindestens ein Teil geht.

Was ist Euer wertvollstes Kleidungsstück oder Accessoire? Und wie lange habt Ihr darauf gespart?

– In freundlicher Zusammenarbeit mit Rebelle.de –

6 Comments

  1. Anja September 24, 2015 / 9:40 am

    Liebe Ari,
    danke für diesen Einblick und viele Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Ich habe lange keine teuren Sachen mehr gekauft, weil mit zwei Kindern im alter von 3 und 5 Jahren war und ist es mir einfach zu riskant und auch zu anstrengend. Ich möchte nicht, dass die Kinder aufpassen müssen, weil ich Sorge um meine Anziehsachen, Schuhe oder Taschen habe. Das muss dann einfach noch warten. Oder ich schlag im Sale zu, was mich dann entspannter macht. vor drei Wochen musste dann aber eine Belohnung sein und ich habe mir von apc zwei Taschen gegönnt. June und Halfmoonbag sind nun mein, auch wenn ich hinsichtlich der Qualität schon kritische Stimmen vernommen habe. Aber sie sind genau, was ich haben wollte und von apc kam der Pflegetip” Bienenwachs”, was ich jetzt testen werden. Ich hoffe einfach, ich werde nicht enttäuscht.

    • Ariane Stippa October 2, 2015 / 2:53 pm

      Liebe Anja, das kann ich verstehen. Das war auch gar nicht so gemeint, dass Luca meine Schätzchen nicht in die Finger bekommen darf, aber besagte Tasche hat sie gleich am zweiten Tag über den Boden geschliffen und mit ihren Fingernägelchen verziert. ;) Halb so wild, ging ja alles wieder weg. Aber ich finde, sie sollten einen guten Umgang mit Habseligkeiten bekommen – egal ob teuer oder günstig, denn mir kenn auch etwas lieb und teuer sein, dass keine Monatsmiete gekostet hat. Und Glückwunsch zu deinen neuen Begleitern. Die sind toll! Bienenwachs habe ich noch nicht gehört. Google doch einfach mal vorab. Liebe Grüße!

  2. Ursula September 24, 2015 / 12:46 pm

    Liebe Ari,
    Ein sehr interessanter Artikel! Eine frage hätte ich noch: Behandelst du deine Handtaschen auch vorher? Die Halfmoon z.B. soll ja sehr schnell “zerkratzen”, hast du sie irgendwie vorher imprägniert oder so?
    Liebe Grüße
    Ursula

    • Ariane Stippa October 2, 2015 / 2:49 pm

      Liebe Ursula, ich habe nur die Balenciaga Canvas Bag imprägniert. Bei den anderen Ledertaschen mache ich das nicht. :)

  3. Katharina September 30, 2015 / 3:31 pm

    Liebe Ari,

    das mit dem dünnen Gummibezug für Ledersohlen klingt super. Wo lässt du das in Berlin denn machen?

    Katharina

    • Ariane Stippa October 2, 2015 / 2:48 pm

      Liebe Katharina,
      das geht eigentlich bei jedem Schuster. Ich gehe meiste in die Marheineke Markthalle…. Liebe Grüße!

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