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Langanhaltende Haarentfernung mittels IPL? Ehrlich gesagt, kam mir der Begriff IPL erst vor ein paar Monaten unter. Nämlich bei meinem ersten Versuch, meine Besenreiser entfernen zu lassen. Bereits in der ersten Sitzung löchterte ich - ängstlich und neugierig zugleich - meine Kosmetikerin mit Fragen. Nun möchte ich meinen, dass ich etwas besser Bescheid weiß, weshalb man mit so einem Blitzgerät besonders gut und fast schmerzfrei Besenreiser und lästige Haare entfernen kann.
Vor ein paar Tagen stolperte ich dann über die News, dass es ab September ein solches Gerät auch für den Heimgebrauch gibt. Und zwar aus dem Hause Philips: Das Lumea Precision Plus soll durch sanfte Lichtimpulse störende Härchen an Beinen, Achseln und Oberlippe entfernen, bevor man sie überhaupt sehen oder gar fühlen kann.
Bei regelmäßiger Anwendung des Lumea Precision Plus, nämlich alle vier bis sechs Wochen, soll die Haut langanhaltend glatt bleiben. Dank größerer Anwendungsfenster soll mehr Fläche auf einmal erfasst werden und durch den neuen Slide & Flash Modus, der das Anheben und neue Aufsetzen des Lumeas überflüssig macht, wird wiederum sehr viel Zeit eingespart. Ungefähr 15 Minuten sollen nur noch für die Haarentfernung beider Beine benötigt werden. Für das Gesicht, die Bikinzone und die Achseln gibt es noch einen extra kleinen Spezialaufsatz mit zusätzlichem UV-Filter, der die Handhabung erleichtern soll.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Akkulauf- und Lebenszeit des Lumea Precision Plus: Der Akku soll für mindestens 370 Lichtimpulse reichen. Das wäre eine komplette Körperanwendung, inklusive Beine, Arme, Achselhöhlen, Bikinizone und Gesicht, ohne Unterbrechung. Zudem wurde die Gesamtleistung der Blitzlampe auf 100.000 Lichtimpulse erhöht, womit sie ein ganzes Produktleben lang halten soll.
Und so funktioniert es: Vor der ersten Anwendung sollte die Haut rasiert werden, damit die Lichtenergie besonders wirksam in die Haarwurzel geleitet werden kann. Das Gerät wird auf die Haut aufgesetzt und durch die Blitztaste ein Lichtimpuls ausgelöst. Der Sicherheitsring sorgt dafür, dass der Impuls erst bei vollem Hautkontakt erzeugt wird. Je nach Haar- und Hauttyp kann man zwischen fünf unterschiedlichen Intensitätsstufen wählen. In der beiliegenden Gebrauchsanweisung gibt es zur Hilfe eine detaillierte Typentabelle.
Da ich bereits drei Intense Pulsed Light-Sitzungen (kurz: IPL) in einem Kosmetikstudio hinter mir habe, kann ich sagen, dass die Anwendung nicht sonderlich schmerzt oder unangenehm ist. Sobald die Lampe blitzt, wird es lediglich kurz warm an der behandelten Stelle.
Der Schlüssel zur Haarentfernung mit Licht liegt übrigens im Haar selbst, nämlich im Pigment Melanin, welches für die Färbung von Haut und Haar verantwortlich ist. Beim IPL-Verfahren werden Lichtimpulse ausgesendet, die vom Melanin im Haar und in der Haarwurzel absorbiert und in Wärme gewandelt werden. Das Haar wird also in der Wurzel erhitzt und fällt aus. Zusätzlich wird das Haarwachstum in Schlaf versetzt. Da sich die Haare im behandelten Körperbereich in unterschiedlichen Wachstumsphasen befinden, muss der Vorgang in den ersten zwei Monaten alle zwei Wochen wiederholt werden. Bei einer regelmäßigen Anwendung sollen die Haarwurzeln jedoch in dieser natürlichen Ruhephase bleiben und keine neuen Härchen nachwachsen.
Das Lumea Precision Plus-Gerät ist zwar mit 499 Euro eine kleine Investition, jedoch ist der Preis im Vergleich mit einer 30-minütigen IPL-Behandlung im Studio (ab ca. 100 Euro) angemessen. Ich bin gespannt, wann es die ersten Reviews gibt.
